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TV Presse

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Spekulanten am Werk

Gepostet von am Aug 21, 2018 in Presse | Kommentare deaktiviert für Spekulanten am Werk

Obwohl die Zeiten stürmisch sind, fällt der Goldpreis immer tiefer. Fachleute sind darüber zunehmend irritiert.

München – Menschen, die sich beruflich mit Gold beschäftigen, schreckt so schnell nichts mehr. Sie haben im Laufe der Jahre viel erlebt, unerklärliche Kurssprünge, lange Anstiege, abrupte Abstürze. Und doch war da immer eine Gewissheit: Trotz aller Schwankungen wird Gold stets seinen Wert behalten. Er kann mal höher sein und mal tiefer, aber er wird nie vollends verschwinden. Wer sich beruflich mit Gold beschäftigt, lebt auf solidem Fundament.

Was sich aber in den vergangenen Monaten und speziell in der vergangenen Woche abspielte, irritiert die Experten zunehmend. Der Goldpreis fällt und fällt. Seit Februar stürzte er von 1360 auf inzwischen 1177 Dollar pro Feinunze (31 Gramm) ab. Das ist ein Minus von 20 Prozent. Am Mittwoch erreichte die Entwicklung einen Tiefpunkt, als es noch einmal um zwei Prozent nach unten ging. Die Investoren scheinen nur noch einen Gedanken zu haben: Nichts wie raus aus Gold.

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Jetzt auch in Silber – Die Goldmünze Krügerrand bekommt Gesellschaft

Gepostet von am Aug 7, 2018 in Presse | Kommentare deaktiviert für Jetzt auch in Silber – Die Goldmünze Krügerrand bekommt Gesellschaft

Jetzt auch in Silber – Die Goldmünze Krügerrand bekommt Gesellschaft

Das Interesse an Edelmetallen ist seit dem Abklingen der Finanzkrise zwar zurückgegangen, doch es gibt immer noch eine ansehnliche Schar von Menschen, die sich sicherer fühlen, wenn sie ein Teil ihres Vermögens in Gold und Silber konvertieren. In Deutschland gehört die Goldmünze Krügerrand zu den beliebtesten Objekten. Nun gibt es die weltweit wohl bekannteste Goldmünze auch in Silber. „Auf dem deutschen Markt wollen wir uns mittelfristig unter den drei beliebtesten Silbermünzen etablieren“, sagt Richard Collocott, Marketing-Leiter der Rand Refinery, die, zusammen mit der staatlichen Münzprägeanstalt Südafrikas, das Anlageprodukt lanciert.
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Viele schöne Klunker

Gepostet von am Jun 25, 2018 in Presse | Kommentare deaktiviert für Viele schöne Klunker

Israel, bekannt für seine Gründerszene, hat auch eine der weltweit größten Diamantenbörsen. Zu Besuch in einer glitzernden, geheimen Welt, in der Händler noch Glück und Segen wünschen . verfasst von Alexandra Fördel – Schmid

Ramat Gan – Die Ausbeute liegt in einer kleinen, mit schwarzen Samt ausgelegten Schachtel: fünf Diamanten, daneben in einer blauen Box 17 kleinere.“Für Ringe und ein Halsband“, sagt Dov Frei. 15 000 US-Dollar kosten diese Edelsteine, die der Diamantenhändler im Auftrag von Schmuckproduzenten an diesem Tag erworben hat. Einen größeren Diamanten hat er in einen Umschlag gelegt, Briefken genannt. Der Preis? Den behält Frei lieber für sich.

Sein Arbeitsplatz ist ein mit Zetteln übersäter Tisch fast in der Mitte des Saals in Ramat Gan bei Tel Aviv. Wer hierher will, muss strenge Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen – die Börse ist gesichert wie Fort Knox, wo die Goldreserve der USA gelagert ist. Neben der üblichen Kontrollen, die man von Flughäfen kennt, wird der Reisepass oder bei Israelis die Indentitätskarte einbehalten. Besucher müssen sich einen eigenen Lichtbildpass anfertigen lassen, versehen mit dem eigenen Fingerabdruck. Die letzte Drehtür Richtung Börsensaal lässt sich nur öffnen, wenn man die zuvor produzierte Karte in ein Lesegerät steckt und seinen Zeigerfinger in ein anderes. Erst dann eröffnet sich eine andere Welt, die Bursa, die Diamantenbörse von Ramat Gan.

 

Wer als Händler zugelassen

werden will, muss

vorher zum Lügentest

 

Was 1937 sechs Pioniere mit dem ersten Handel und Schleifarbeiten im damaligen Palästina begonnen haben, hat sich zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in Israel entwickelt. Etwa 20 000 Menschen sind in dieser Branche beschäftigt. 28 Millarden US-Dollar betrug zuletzt der Jahresumsatz der israelischen Diamantenindustrie. Doch ihr Anteil an der gesamten Wirtschaftsleistung geht seit Jahren zurück. Hip ist das Geschäft mit Edelsteinen gerade nicht. Auch wenn sie in Tel Aviv stolz darauf sind, weltweit den größten Börsensaal für den Diamantenhandel zu haben, in puncto Umsatz sind Antwerpen und die erst 2010 gegründete Konkurrenz in Mumbai größer. Für Händler wie Frei war also klar: Es musste etwas passieren.

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Wenig brillant – Warum der Chef des Juweliers Tiffany gehen muss

Gepostet von am Mrz 11, 2017 in Presse | Kommentare deaktiviert für Wenig brillant – Warum der Chef des Juweliers Tiffany gehen muss

New York – Ihren Letzten großen Auftritt hatte die vielleicht markanteste Schachtel der Welt am Tag der Inauguration. Als das scheidende Präsidentenpaar Obama das neue Präsidentanpaar Trump vor dem Weißen Haus begrüßte,wechselte eine Tiffany-Schachtel die Hände. Quadratisch, im markentypischen Türkis, mit einer weißen Schleife. Weil Michelle Obama nicht wusste, wohin mit dem Gastgeschenk, hatte die Tiffany-Schachtel für wertvolle Sekunden die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Frédéric Cumenal könnte diese kostenlose Werbung als kleine Entschädigung begriffen haben – sie reichte jedoch nicht, um seinen Job zu retten.

Am Sonntag verkündete der New Yorker Juwelier, dass Cumenal seinen Posten als Chef von Tiffany & Co. mit sofortiger Wirkung räumt. Bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist, übernimmt der frühere Chef und jetzige Vorsitzende des Kontrollgremiums, Michael Kowalski, den Posten. Grund für den Abgang des 56-jährigen Cumenal, der 2011 vom französischen Luxusmarkenkonglomerat LVMH gekommen war und 2013 die Führung des Schmuckherstellers übernahm, sind die enttäuschenden Zahlen aus dem Weihnachtsgeschäft. Zwar stieg der Netto-Umsatz des Unternehmens im November und Dezember im Vergleich zum Vorjahr leicht. Aber der Umsatz in Tiffany-Gäschäften in Nordamerika sank um vier, in Europa sogar um elf Prozent.

Noch schlimmer: Im Flagship-Store in der Fifth Avenue 727 musste Tiffany ein Minus von 14 Prozent verbuchen. Verantwortlich macht der Juwelier auch den neuen US-Präsidenten. Dessen Trump Tower liegt in unmittelbarer Nachbarschaft und ist seit der Wahl das wohl bestbewachte Gebäude in Manhattan. Immer wieder hätten in den vergangenen Monaten Straßensperren den Zugang zum Laden behindert, klagt das Unternehmen. Zehn Prozent seines Gesamtumsatzes macht Tiffany hier normalerweise. Zumal das 1837 gegründete Unternehmen wie andere Schmuck- und Uhrenhersteller ohnehin zu kämpfen hat. Der Gewinn von Tiffany stagniert seit 2014 bei etwa vier Milliarden Dollar. Der starke Dollar schreckt die wohlhabende Klientel aus Asien ab. Das Unternehmen hat außerdem Probleme, jüngere Kundschaft zu binden. Wie sehr sich Tiffany um ein hipperes Image bemüht, zeigte die Personalie Francesca Amfitheatrof. Cumenal machte sie als erste Frau zur Designchefin, vorher arbeitete sie unter anderem für Fendi und Alessi. Bei den Oscars 2015 gelang ihr ein Coop: So viel Aufmerksamkeit wie das Collier, mit dem Schauspielerin Cate Blanchett über den roten Teppich schritt, bekam kein Oscar-Gewinner. Trotzdem ist Amfitheatrof nun ebenfalls Firmengeschichte. Seit Februar heißt der Designchef Reed Krakoff. Er wird Vorstandsmitglied. So viel Macht hatte bislang kein Kreativer bei Tiffany.

Die ungleichen Schwestern

Gepostet von am Sep 29, 2016 in Presse | Kommentare deaktiviert für Die ungleichen Schwestern

Die ungleichen Schwestern

Silber und Gold können sich unterschiedlich entwickeln, am Ende aber zeigt sich: Sie kommen aus derselben Familie

München – Der 27. April dieses Jahres war der Tag, an dem für Carsten F. der Frühling erwachte. Da veröffentliche der Rohstoff-Experte der Commerzback einen dreiseitigen Bericht über Silber. Analystem neigen normalerweise zu einer nüchternen Sprache. Weil der Silberpreis in den Tagen aber davor rasant gestiegen war, ließ Fr. zu einer blumigen Zusammenfassung hinreißen: Er sprach vom „Frühlingserwachen bei Silber“

Innerhalb von 20 Tagen war der Kurs des Edelmetalls um ein Fünftel auf fast 18 Dollar pro Unze (31 Gramm) geklettert. Der Silberkurs schwankt zwar stark, doch einen solchen Anstieg sieht man nicht alle Tage. Nachdem zum Jahresanfang der Goldkurs extrem geklettert war, richtete sich nun das Interesse der Investoren auf das zweitwichtigste Edelmetall. Gerade in den unsicheren Zeiten, wie sie seit Anfang des Jahres auf den Kapitalmärkten herrschen, gewinnen die Edelmetalle an Attraktivität. Anlyst Fr. glaubt, dass dies eine Zeitlang so bleibt wird. „Auch wenn es bei Silber immer wieder Rückschläge geben kann, bleibt das Potenzial nach oben intakt“, sagt er. Erst vor kurzem erhöhte er seine Prognose für den Preis pro Unze zum Jahresende von 17 auf 18 Dollar.

„Wir bekommen nicht die Mengen geliefert, die wir für unsere Kunden bräuchten.“

Silber und Gold sind zwei ungleiche Schwestern, die immer wieder auseinanderstreben, bei denen am Ende aber doch deutlich wird, dass sie aus derselben Familie stammen: beide sind Edelmetalle, beiden hatten historisch eine Funktion als Zahlungsmittel, beide sind Anlagen, die zwar keinen Zins abwerfen, aber immer einen Wert behalten werden – auch wenn dieser schwanken kann. Vor allem aber gelten sie als Krisenwährung, sie sind gefragt, wenn die Sorgen um die Weltwirtschaft und die Angst vor Geldentwertung dramatischen zunehmen.

Die Kurse von Gold und Silber können sicch stark unterschiedlich enteickeln. „Die Beweggründe dahinter sind oft schwer zu durchschauen“, sagt Heinz . Über kurze Zeit scheinen sie sich manchmal völlig unterschiedlich zu entwickeln. Doch auf längere Sicht gleichen sie sich immer wieder an. Das zeigen auch die Kursverläufe seit Anfang des Jahres (Grafik): Zunächst schien der Kurs des Goldes dem von Silber davonzulaufen, im April holte Silber stark auf und notierte eine Zeilang sogar stärker. In den vergangenen zwei Wochen pendelte es sich wieder ein, so dass beide Edelmetalle sich fast gleich entwickelten: Silber legte seit 1. Januar um 20 Prozent zu, Gold um 18 Prozent.

Eine wichtiger Unterschied ist, dass Silber stärker industriell genutzt wird. Etwa die Hälfte des gesamten Vorkommens findet Verwendung in Elektronik oder Photovoltaik. Beim Gold liegt die Quote nur bei einem Zehntel. Das bedeutet, dass Silber auch stärker im Preis anzieht, wenn die Witschaft boomt, weil die Nachfrage dann steigt. Beim Gold ist es eher umgekehrt: Bei ihm steht der Werterhalt, für Krisenzeiten wird es als sicherer Anker attraktiv, wie sich nach der Finanzkrise 2008 zeigte.

Der größte Unterschied zwischen Gold und Silber liegt in ihrem Wert. Der Goldkurs steht derzeit bei 1250 Dollar pro Unze, der Silberkurs bei 16,50 Dollar – das heißt,- Gold ist 75-mal wertvoller. „Silber hat deshalb auch den Ruf als Gold des kleinen Mannes“, sagt Heinz . Schließlich bekommt man für 3300 Euro derzeit gerade drei Goldmünzen, aber 225 Silbermünzen.

Das Wertverhältnis zwischen Gold und Silber ist ein wichtiger Indikator für Edellmetall-Experten. „Steigt die Relation über 80, ist das für uns ein Zeichen, dass der Goldkurs im Verhältnis zum Silber zu teuer ist“, sagt Heinz. Im Februar stiegt diese Relation bis auf 84, viele Investoren schichteten deshalb um: Sie verkauften Gold und kauften Silber, weshalb sie die Kurse wieder einander annäherten. Im langfristigen Durchschnitt liegt das Verhältnis bei 50. Auch aus diesem Grund sehen die Experten weiteres Potenzial nach oben für den Silberpreis.

„Fundamental spricht derzeit vieles für Silber“, sagt Heinz . Es gebe eine starke Nachfrage von Investoren, die das Edelmetall zur Absicherung ihrem Anlagekorb beimischen. Bei den begehrtesten Silbermünzen, dem American Eagle und der kanadischen Maple Leaf, gibt es sogar Lieferproblem. „Wir bekommen schon seit vergangenem Winter nicht die Mengen geliefert, die wir für unsere Kunde bräuchten“ sagt der Edelmetall-Händler. Sparprodukte und sichere Anleihen bringen keine Zinsen mehr, Aktien sind stark gestiegen. „Wegen des Anlagenotstands kommen immer mehr Investoren auf die Idee, dass Silber in den nächsten drei bis fünf Jahren in neue Kursregionen steigen könnte“ sagte Heinz .

Das heißt aber nicht, dass es zwischendurch nicht auch nach unten gehen kann. Gerade in den vergangenen zwei Wochen fiel der Silberpreis deutlich. Commerzbank- Analyst Fri. sieht darin eine Gegenreaktion der Investoren nach dem starken Anstieg davor. Auch am Donnerstag kam es zu einem Preisrutsch um drei Prozent. Ursache waren Sorgen, dass die US-Notbank Fed den Zins doch bald erhöhen könnte. Das macht den Dollar stärker, dadurch wird Silber, das in Dollar notiert, teurer und für Investoren unattraktiver. Gleichzeitig steigt die Konkurrenz durch Zinsprodukte für das Edelmetall, das eben keine Zinsen abwirft.

„Der Markt für Silber ist sehr eng, deshalb kommt es hier zu stärkeren Kursschwankungen als beim Gold“, analysiert Fr. Experte Heinz sagt: „Das steht nicht jeder Privatanleger durch, deshalb raten war auch, es mit dem Engagement in Silber nicht zu übertreiben“, sagt Heinz. Wer in Silber investiere, sollte zudem einen Anlagehorizont von mindestens sechs Jahren haben, denn kurzfristig könne es immer zu Kurskapriolen klómmen. „Manchmal wackelt bei Silber der Schwanz mit dem Hund“, sagt Heinz.

Von HARALD FREIVERGER (Ausgabe: Süddeutsche Zeitung Nr. 115, Freitag, 20. Mai 2016)

FOTO: SZ – Grafik; Quelle: Bloomber