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Tödliche Gier nach Gold

Gold gilt als edel, sein Abbau ist es nicht. Die Folgen der Gier für die Umwelt sind verheerend, in vielen Minen schuften Kinder unter Tage. Von natur-Autorin Roxana Isabel Duerr, Camarines Norte, Philippinen Goldtaucher auf den Philippinen: lebensgefährliche Suche im Schlamm (Foto: Roxana Duerr) Ein malerischer Süßwassersee, umgeben von einer tropischen Hügellandschaft. Die Meeresbrise vom nahegelegenen Pazifik lässt ein treibendes Bambusfloß auf dem Seewasser schaukeln. Nur der ratternde Kompressor darauf bricht die Idylle. Unweit davon steht Amanda Santos, das Wasser reicht ihr fast bis zu den Schultern. Jeden Tag wäscht das junge Mädchen hier stundenlang Gesteinsschlamm im kühlen Wasser. Es ist kostbarer Schlamm, denn er enthält Gold. Bereits mit sechs Jahren begann Amanda, als Goldwäscherin zu arbeiten. Heute, mit 14, sagt sie: „Ich wäre eigentlich gerne in die Schule gegangen, aber als mein Vater starb, mussten meine Geschwister und...

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Myanmars grünes Gold

Im Boden Myanmars findet sich die wertvollste Jade der Welt. Die grünen Steine sind teurer als Edelmetall. Doch die Bevölkerung profitiert kaum von diesen Schätzen. Im Gegenteil. Von Jonathan Ponstingl   Die jadehaltigen Steine, die Minenarbeiter in Myanmar sammeln,… Bild: Soe Zeya Tun/Reuters Tiefe Furchen durchziehen das Schlammbett, der Boden ist übersäht mit blutroten Betelflecken, Zigarettenqualm liegt in der Luft; es ist schmutzig. Kreischende Schleifsteine reihen sich beiderseits des engen Pfades mitten in Mandalay, einer Stadt im Zentrum von Myanmar. An einem von ihnen sitzt Tin May, ein hagerer Junge in tiefer Konzentration, keine zwanzig Jahre alt, und übt in regelmäßigen Abständen Druck auf ein Trittbrett am Boden aus. In seinen Händen hält er einen dünnen Bambusstock, an dessen Spitze ein kleiner, grüner Stein klebt. Was er da im Dreck bearbeitet, ist wertvoller als Gold: Jade. Kürzlich veräußerte ein...

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Der Diamant von Sierra Leone

Der 709-Karat-Diamant, genannt ‚“Peace Diamond“.(Foto: Nir Elias/Reuters) In einem kleinen Dorf im Osten des Landes wird einer der größten Diamanten der Welt gefunden. Die gezahlten 6,5 Millionen Euro sollen diesmal für alle sein. Doch es kommt anders. Von Bernd Dörries Er weiß noch genau, wie das war, an jenem 13. März 2017, dem Tag, der alles verändert hat. Komba Nyandomoh aus dem Dorf Koryardu, Sierra Leone, steht vor dem Tümpel, aus dem die Männer den Schlamm holten, an dem sie den Sand wuschen auf einem Brett. Hier fanden sie den Stein, so groß, dass sie erst dachten, das kann unmöglich ein Diamant sein. Komba Nyandomoh sagt, er war sich sofort sicher. Das ist der Stein, der mein Leben verändern wird. In den Monaten darauf schickten ihm Freunde Fotos des Diamanten, der wie ein Tourist um die Welt reiste: der Stein...

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Edles für Krisenzeiten

Platinmetall kann zum Bau von Katalysatoren verwendet werden. Lange bevorzugte die Industrie aber Palladium, der Platinkurs kam kaum voran.(Foto: Michael Dalder/REUTERS) Zur Absicherung haben Anleger oft Gold und Silber im Depot. Warum Palladium gerade besser läuft. von Simone Boehringer Goldfans hatten in den vergangenen Jahren wenig zu lachen. Der Preis kannte meist nur eine Richtung – abwärts. Jüngst ziehen nun auch die Zinsen wieder an am wichtigsten Kapitalmarkt der Welt, den USA.  Wer Gold oder andere Edelmetalle kauft verzichtet auf Zinserträge, denn das Horten der Metalle per se wirft nichts ab. Hohe Zinsen mindern die Attraktivität von Edelmetall-Investments. Aber dieses Manko stört viele Anleger nicht. Denn Edelmetalle dienen der Absicherung eines Depots in Krisenzeiten, nicht der Renditejagd. In existenziellen Krisen, etwa während der zweiten Ölkrise Ende der Siebzigerjahre, in der Bankenkrise 2008 oder zuletzt in der Griechenland- und Eurokrise...

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Pomellato Schmuckhaus – Der Jäger der schönen Steine

Stefano Cortecci versorgt den Juwelier Pomellato mit Nachschub. Der Gemmologe hält Ausschau nach Rosenquarz oder Peridot, die immer rarer werden. Von Silke Wichert Kaum hat man den kleinen Tresorraum betreten, kühlt die Raumtemperatur kurz empfindlich ab. Der Besucher hat die Turmaline, Rosenquarze oder Granate, die hier zu Hunderten in blauen Plastikkörben gehütet werden, leichtfertig als „Halbedelsteine“ bezeichnet – ein Wort, bei dem den Mitarbeitern sofort das Blut gefriert. Aber Stefano Cortecci ist Profi, außerdem Italiener, und so weist der Chef-Gemmologe des Hauses charmant darauf hin, dass sie bei Pomellato nur ungern von „semi precious stones“, also Halbedelsteinen, sprechen. Um ganz ehrlich zu sein, werde dieser Begriff überhaupt nicht verwendet. Weil er nun mal irgendwie minderwertig klingt und für die italienische Schmuckmarke diese Steine und die Designs, die sie damit gestalten, weder halb so schön noch halb so wertvoll wie Diamanten...

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Spekulanten am Werk

Obwohl die Zeiten stürmisch sind, fällt der Goldpreis immer tiefer. Fachleute sind darüber zunehmend irritiert. München – Menschen, die sich beruflich mit Gold beschäftigen, schreckt so schnell nichts mehr. Sie haben im Laufe der Jahre viel erlebt, unerklärliche Kurssprünge, lange Anstiege, abrupte Abstürze. Und doch war da immer eine Gewissheit: Trotz aller Schwankungen wird Gold stets seinen Wert behalten. Er kann mal höher sein und mal tiefer, aber er wird nie vollends verschwinden. Wer sich beruflich mit Gold beschäftigt, lebt auf solidem Fundament. Was sich aber in den vergangenen Monaten und speziell in der vergangenen Woche abspielte, irritiert die Experten zunehmend. Der Goldpreis fällt und fällt. Seit Februar stürzte er von 1360 auf inzwischen 1177 Dollar pro Feinunze (31 Gramm) ab. Das ist ein Minus von 20 Prozent. Am Mittwoch erreichte die Entwicklung einen Tiefpunkt, als es noch einmal...

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Jetzt auch in Silber – Die Goldmünze Krügerrand bekommt Gesellschaft

Das Interesse an Edelmetallen ist seit dem Abklingen der Finanzkrise zwar zurückgegangen, doch es gibt immer noch eine ansehnliche Schar von Menschen, die sich sicherer fühlen, wenn sie ein Teil ihres Vermögens in Gold und Silber konvertieren. In Deutschland gehört die Goldmünze Krügerrand zu den beliebtesten Objekten. Nun gibt es die weltweit wohl bekannteste Goldmünze auch in Silber. „Auf dem deutschen Markt wollen wir uns mittelfristig unter den drei beliebtesten Silbermünzen etablieren“, sagt Richard Collocott, Marketing-Leiter der Rand Refinery, die, zusammen mit der staatlichen Münzprägeanstalt Südafrikas, das Anlageprodukt lanciert. Den deutschen Markt für Silbermünzen dominieren derzeit Kanada mit dem „Maple Leaf“, Australien mit dem „Australian Nugget“ und die USA mit dem „American Silver Eagle“. „Mit dieser unlimitiert geprägten Krügerrrand-Silbermünze, die nah am aktuellen Silberpreis verkauft wird, greift die Rand Refinery ihre Mitbewerber an“, sagt Benjamin Summa vom Edelmetallhändler Pro...

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Viele schöne Klunker

Israel, bekannt für seine Gründerszene, hat auch eine der weltweit größten Diamantenbörsen. Zu Besuch in einer glitzernden, geheimen Welt, in der Händler noch Glück und Segen wünschen . verfasst von Alexandra Fördel – Schmid Ramat Gan – Die Ausbeute liegt in einer kleinen, mit schwarzen Samt ausgelegten Schachtel: fünf Diamanten, daneben in einer blauen Box 17 kleinere.“Für Ringe und ein Halsband“, sagt Dov Frei. 15 000 US-Dollar kosten diese Edelsteine, die der Diamantenhändler im Auftrag von Schmuckproduzenten an diesem Tag erworben hat. Einen größeren Diamanten hat er in einen Umschlag gelegt, Briefken genannt. Der Preis? Den behält Frei lieber für sich. Sein Arbeitsplatz ist ein mit Zetteln übersäter Tisch fast in der Mitte des Saals in Ramat Gan bei Tel Aviv. Wer hierher will, muss strenge Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen – die Börse ist gesichert wie Fort Knox,...

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Wenig brillant – Warum der Chef des Juweliers Tiffany gehen muss

New York – Ihren Letzten großen Auftritt hatte die vielleicht markanteste Schachtel der Welt am Tag der Inauguration. Als das scheidende Präsidentenpaar Obama das neue Präsidentanpaar Trump vor dem Weißen Haus begrüßte,wechselte eine Tiffany-Schachtel die Hände. Quadratisch, im markentypischen Türkis, mit einer weißen Schleife. Weil Michelle Obama nicht wusste, wohin mit dem Gastgeschenk, hatte die Tiffany-Schachtel für wertvolle Sekunden die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Frédéric Cumenal könnte diese kostenlose Werbung als kleine Entschädigung begriffen haben – sie reichte jedoch nicht, um seinen Job zu retten. Am Sonntag verkündete der New Yorker Juwelier, dass Cumenal seinen Posten als Chef von Tiffany & Co. mit sofortiger Wirkung räumt. Bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist, übernimmt der frühere Chef und jetzige Vorsitzende des Kontrollgremiums, Michael Kowalski, den Posten. Grund für den Abgang des 56-jährigen Cumenal, der 2011 vom französischen Luxusmarkenkonglomerat LVMH gekommen war...

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Die ungleichen Schwestern

Silber und Gold können sich unterschiedlich entwickeln, am Ende aber zeigt sich: Sie kommen aus derselben Familie München – Der 27. April dieses Jahres war der Tag, an dem für Carsten F. der Frühling erwachte. Da veröffentliche der Rohstoff-Experte der Commerzback einen dreiseitigen Bericht über Silber. Analystem neigen normalerweise zu einer nüchternen Sprache. Weil der Silberpreis in den Tagen aber davor rasant gestiegen war, ließ Fr. zu einer blumigen Zusammenfassung hinreißen: Er sprach vom „Frühlingserwachen bei Silber“ Innerhalb von 20 Tagen war der Kurs des Edelmetalls um ein Fünftel auf fast 18 Dollar pro Unze (31 Gramm) geklettert. Der Silberkurs schwankt zwar stark, doch einen solchen Anstieg sieht man nicht alle Tage. Nachdem zum Jahresanfang der Goldkurs extrem geklettert war, richtete sich nun das Interesse der Investoren auf das zweitwichtigste Edelmetall. Gerade in den unsicheren Zeiten, wie sie seit...

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Alles Stand im „Löffelbuch“

Vom Besteck zum Anhängerband: Ein Juwelier erzählt von den Moden beim Silber München – Stephan L. sitzt vor einer Wand aus Ketten und Ohrringen und Armbändern, alles glitzert und funkelt. Im Jahr 1864 gründete sein Ururgroßvater Johann Baptist Fridrich eine Uhrmacherei. Seither gibt es das Juweliergeschäft Fridrich in München: Im ersten Weltkrieg verschont, im zweiten gebeutelt, trozte es sich durch die Jahrhunderte. An der Wand hängen Fotos in schwarzweiß, sie zeigen eine der Gebäudeseiten weggesprengt, Stelen ragen in Nichts. Doch das Geschäft bleib, auch wenn das Ladenlokal mal geschlossen war. Zur Not verkaufte die Familie ihre Hochkaräter eben aus einem Container – zuletzt 1990, als umgebaut wurde. Die Geschichte von Stephan L. Familie ist also auch die Geschichte des Schmucks – und wie sich das Geschäft damit im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Früher, erzählt Li., der Geschäftsführer des...

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Steinchen für 26,6 Millionen

Genf – Einer der größten rosafarbenen Diamanten ist in Genf für den Rekordpreis von umgerechnet 26,6 Millionen Euro versteigert worden. Den Zuschlag für den 16 Karat schweren Stein (FOTO: AFP) bekam am Dienstagabend ein anonym gebliebener Bieter, teilte das Aktionshaus Christie´s mit. Bei dem in einen Ring gefassten Edelstein handle es sich um den größten rosafarbenen Diamanten im sogenannten Cushion-Schliff, der je unter den Hammer kam. Der Cushion-Schliff ist ein rechteckiger Schliff mit abgerundeten Ecken, die an ein Kissen (Englisch: cushion) erinnern. Der Preis lag leicht über der höchsten Schätzung von 28 Millionen Dollar (26,1 Millionen Euro). Der Stein war zuvor im Besitz einer amerikanischen Familie. Große farbige Diamanten seien immer seltener im Angeboten, erklärte Rahul Kadakia, Chef der internationalen Juwelen-Abteilung von Christie´s. Solche Steine würden daher Preise wie „Meisterwerke in der Welt der schönen Künste“ erzielen. Einige der...

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Schmuck-Stücke

Gebrauchte Preziosen bringen häufig weniger als die Verkäufer erwarten. Es sei denn, sie haben mal Liz Taylor oder Marilyn Monroe gehört. Wenn sich Liebe in Karat wiegen ließe, muss die von Elizabeth Taylor und Richard Burton ziemlich groß gewesen sein. Gigantisch, gemessen am Gewicht der Juwelen, mit denen er sie behängte. Burton ging zu Juwelieren wie Tiffany, Cartier, Chopard und besonders gerne Bulgari wie andere Menschen zum Discounter. „ich brachte ihr das Biertrinken bei, sie mir Bulgari“, sagte Burton. Zur ersten Trauung 1964 gab es für Liz ein opulentes Collier aus 16 Smaragden, von denen 15 aus Kolumbien und einer aus Simbabwe stammten. Die Taylor trug es gerne und manchmal sonst gar nichts, wie auf dem Pool-Foto de Fotografen Helmut Newton. 1968 schenkte Burton Liz einen 33,19 Karat schweren Diamanten, der einmal Vera Krupp gehört hatte. „Ich habe meine...

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Griff in die Asche

Auch so eine Frage, mit der man sich normalerweise nicht beschäftigt, die aber doch eines Tages beantwortet werden muss: Wenn man tot ist und falls man sich verbrennen lässt – wem gehört eigentlich das Zahngold, das von einem übrig bleibt? Den Hinterbliebenden? Dem Krematorium? Oder dürfen dessen Mitarbeiter es einstecken? Darauf muss das Bundesarbeitsgericht in Erfurt and diesem Donnerstag eine Antwort finden. Das Krematorium aus dem Hamburger Stadtteil Öjendorf klagt gegen seinen früheren Mitarbeiter Walter L. auf 273000 Euro Schadensersatz, plus Zinsen. Der Mann hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, die Aschekästen nach Gold und anderen Edelmetallen zu durchsuchen und anschließend zu verkaufen. Im Jahr 2010 flog das auf, und seitdem beschäftigen sich viele Gerichte mit L. sowie acht Kollegen (respektive Komplizen), die als „Zahngolddiebe aus dem Krematorium“ durch die Lokalpresse gingen. Die Prozesse gegen ihre Kündigung verloren sie,...

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Härter als Stahl

Härter als Stahl Die konstante Wertsteigerung von Diamanten klingen verlockend. Doch wer als Laie sein Geld investieren will, muss ein paar regeln beachten. Hamburg – Es glitzert rosa, hat eine ovale Form und wiegt exakt 59,80 Karat (11,92 Gramm). Der „Pink Star“ist der wertvollste Diamant, der jemals versteigert wurde. 61,7 Millionen Euro erlöste Sotheby’s für das Juwel am 13. November in Genf. Käufer und Verkäufer bestehen auf strikte Anonymität.“Für einen solchen Stein gibt es nur sehr wenige Käufer. Es sind Superreiche aus Lateinamerika, Asien und dem Nahen Osten“,sagt der Schweizer Schmuckexperte Erle Valdieu. Millionäre und Milliardäre hat das Diamantenfieber gepackt. Im Herbst versteigerte Sotheby’s zwei Brillanten für 14 und 21 Millionen Euro. Die Reichen kaufen Diamanten nicht nur als Schmuck. Sie wollen mit den Steinen vielmehr ihr Vermögen schützen. Was seit Äonen in der Erde lagert und härter ist...

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Tierschutzverein

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